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Nachlese zum 45. Unternehmerforum 23.09.2016 


Den Unternehmerinnen und Unternehmern wurde beim 45. Unternehmerforum der Verbandsgemeinde Wörrstadt wieder ein unterhaltsamer Abend geboten.


v.l.: Volker Hedderich und Ingo W. Bucher (beide MVB), Angela Vogt (Plan B-usiness), Bürgermeister Markus Conrad, Bert Christmann (MVB).

 Angela Vogt, Gründerin von Plan B-usiness Mediation und Coaching aus Udenheim, leitete mit ihrer Firmenpräsentation das Forum ein. Die Firma entwickelt für Unternehmen Pläne und Konzepte im Umgang mit Krisen. Vor Tod, Krankheit und Veränderung ist leider kein Unternehmer geschützt. Burnout im Team - durch menschliche Führung diese Krise in eine Chance verwandeln, der Tod eines Kollegen – Trauermöglichkeiten geben und die innere Kündigung von Mitarbeitern verhindern. Damit Unternehmen bei solchen Themen professionell aufgestellt sind, erarbeitet Angela Vogt gemeinsam mit den Unternehmern, Betriebsräten und Führungskräften Wege damit umzugehen.

Zum Thema des Abends „Brexit, Putsch und Säbelrassen – wie geopolitische Veränderungen den rheinhessischen Mittelstand beeinflussen“ begrüßte Markus Conrad die Referenten der Mainzer Volksbank, Volker Hedderich (Direktor), Bert Christmann (Bereichsleiter Finanzmärkte) und Ingo Wolfgang Bucher (Leiter Treasury). Der Brexit in Großbritannien, der Putschversuch in der Türkei und das neue Selbstverständnis der Türkei als Regionalmacht, der wieder aufgeflammte Kampf um die Vormachtstellung im südchinesischen Meer, der Abschied Japans vom Pazifismus, Russland und die Sehnsucht nach Weltgeltung, die USA am Scheideweg zwischen Binnenorientierung und der Rolle als Weltpolizist, welche Folgen hatten oder haben diese Ereignisse im Allgemeinen? Wie kam es dazu und was ist passiert, was man vielleicht nicht in der täglichen Presse verfolgen kann? Wie wird sich die Welt und insbesondere die Wirtschaft in Zukunft entwickeln?

Ingo W. Bucher skizzierte eindrucksvoll mögliche Zukunftsszenarien, hinterlegt mit Zahlen und Fakten. Erstaunte Gesichter gab es bei der Offenbarung, dass z.B. in Großbritannien die Ernten auf den Feldern verkommen sind, mangels osteuropäischer Erntehelfer, die aufgrund des abgeschwächten Pfunds nicht mehr auf die Insel kamen. Auch der scheinbar dilettantisch vorbereitet wirkende Putschversuch in der Türkei wurde mit Weitblick analysiert, woraus sich für einige Unternehmer im Raum eine veränderte Sichtweise auf die Ereignisse ergab. Bert Christmann führte im Anschluss noch die klare Verbindung zur heimischen Wirtschaft vor Augen und machte den Anwesenden die globale Vernetzung und die möglichen Auswirkungen auf den noch so kleinsten Betrieb in Rheinhessen deutlich. Er stellte die Risikoanalyse als zentralen Beratungsansatz der MVB vor und wies auf die Möglichkeiten der Absicherung von Forderungsausfällen, wie auch Zins- und Währungsrisiken hin.

Nach einigen Informationen aus der Verbandsgemeinde leitete Bürgermeister Conrad traditionell in den gemütlichen Teil über, wo es auch schließlich einen regen Austausch zwischen den Unternehmern und den Referenten der MVB zu den weltweiten Veränderungen und deren Auswirkungen gab.