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VG Wörrstadt bleibt »Fairtrade-Gemeinde« 05.07.2016 


2014 wurde die Verbandsgemeinde Wörrstadt erstmals von TransFair e.V., Köln, mit dem Titel „FAIRTRADE-VERBANDSGEMEINDE“ ausgezeichnet.


Über die Titelverlängerung als »FAIRTRADE-VERBANDSGEMEINDE« freuen sich (von links) Eberhard Bürgers, Christian Schnabel, Christine Geiger, Bürgermeister Markus Conrad und Erika Korrell.

Das Fairtrade-Logo

      In einem sehr aufwändigen Bewerbungsverfahren hatte eine Steuerungsgruppe unter Leitung von Eberhard Bürgers (Agendagruppe Gerechtigkeit und Frieden/Fair Trade) die Titelvergabe erreicht. Dieser Titel muss nach zwei Jahren erneut beantragt werden. Der erneute Antrag wurde nun positiv beschieden und der Verbandsgemeinde Wörrstadt wurde die Titelverlängerung zuerkannt.

Zuvor galt es für die Steuerungsgruppe nachzuweisen, dass die Verwaltung, die öffentlichen Einrichtungen, der Einzelhandel, die Vereine, Pfarrgemeinden und zahlreiche weitere Akteure in ihrem Bemühen für den fairen Handel zwischenzeitlich nicht nachgelassen hatten. „Ganz im Gegenteil“, so Eberhard Bürgers, „konnten wir feststellen, dass seit 2014 immer mehr Menschen Produkte des fairen Handels kaufen bzw. verwenden. Unsere Aktionen, zum Beispiel auf dem Wörrstadter Bauernmarkt, stoßen immer häufiger auf sehr positive Resonanz.“

„Ich freue mich sehr über diesen Erfolg“, betonte Bürgermeister Markus Conrad, „und vor allem auch darüber, dass wir eine so engagierte Lokale Agenda und eine so rührige Agendagruppe Gerechtigkeit und Frieden/Fair Trade haben. Ohne sie hätten wir es 2014 nie geschafft, diesen Titel zu erringen, und auch die Titelverlängerung wäre schwierig geworden. Hierfür möchte ich mich ganz herzlich bei allen Aktiven um Projektleiter Eberhard Bürgers bedanken.“

Christine Geiger, ebenfalls Mitglied der Steuerungsgruppe, ergänzt: „Wir würden uns freuen, wenn sich weitere Teilnehmer, vor allem aus der Gastronomie, diesen Produkten öffnen würden. Um als Betrieb für die Kampagne gewertet werden zu können, reicht es schon aus, nur 1-2 fair gehandelte Produkte zu verwenden. Bei einem Café oder einer Gaststätte könnte dies zum Beispiel fair gehandelter Kaffee, Tee, Zucker oder auch Pfeffer sein.“

Die internationale Kampagne „Fairtrade-Towns“ hat inzwischen rund 2.000 Städte und Gemeinden in über 26 Ländern für ihr Engagement für den Fairen Handel ausgezeichnet, darunter London, Brüssel, Rom, San Francisco, Kopenhagen sowie in Deutschland beispielsweise Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Wiesbaden und Mainz. Allein in den letzten beiden Jahren haben sich 600 Kommunen zertifiziert.

Für die VG Wörrstadt ist das Thema „nachhaltige Entwicklung“ ein wichtiges „Aushängeschild“. Die Auszeichnung als Fairtrade-Kommune ist dabei ein wichtiger Mosaikstein. Die Verbandsgemeinde möchte Vorbild sein und den Bürgern zeigen, dass zu einem Umsteuern auf ökofaires Verhalten ein Bewusstseinswandel erforderlich ist, der schon von zahlreichen Akteuren in der Verbandsgemeinde vollzogen wurde. So wird auch die Devise der Lokalen Agenda 21 der VG Wörrstadt „Global denken, regional handeln“ praktisch umgesetzt.