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Seniorensicherheitsberater qualifiziert 12.12.2017 


Senioren Sicherheit geben – Seniorensicherheitsberater für die VG Wörrstadt qualifiziert

Der Bevölkerungsanteil der über 60-jährigen wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Dabei ist festzustellen, dass Senioren immer mobiler und aktiver sind und intensiver am öffentlichen Leben teilnehmen. Das Thema Sicherheit wird an dieser Stelle besonders wichtig und hat bedeutende Auswirkungen auf das persönliche Lebensgefühl, denn besonders ältere Menschen haben häufig eine hohe Kriminalitätsfurcht und ein verstärktes Sicherheitsbedürfnis. Berichterstattungen über Straftaten, bei denen ältere Menschen betroffen sind, schüren Ängste. Rückzug aus gesellschaftlichen Aktivitäten und oft auch eine selbst gewählte Isolation können Folgen sein.


Die neuen Seniorensicherheitsberater der Verbandsgemeinde Wörrstadt (v.l.): Hans Schettgen, Helmtrud Arnold, Rüdiger Konrad, Wolfgang Weinheimer, Wolfram Kremer, Melitta Timmerberg, Susanne Schwarz-Fenske und Heidemarie Bielohlawek.

Die Statistik zeigt allerdings, dass Senioren wesentlich seltener von Kriminalität betroffen sind als jüngere Erwachsene. Dennoch gibt es Kriminalitätsfelder, in denen Ältere stärker ins Visier der Täter geraten. So hat beinahe jeder schon einmal vom Enkeltrick, von Schockanrufen oder dem Ausgeben als falsche Polizisten oder Behördenmitarbeiter gehört. Aber auch Betrügereien an der Haustüre, Gewinnversprechen sowie Taschen- und Trickdiebstähle werden immer wieder zum Schaden älterer Menschen verübt.

An dieser Stelle setzen die Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen der Seniorensicherheitsberater an, die den speziellen Belangen der älteren Menschen entsprechen. Durch eine gezielte Qualifizierung und ihren natürlichen Zugang zur eigenen Generation, mit der sie auf Augenhöhe in Kontakt treten, sind sie wichtiger Partner der Polizei bei der Information über Kriminalitätsformen und der dazugehörigen Möglichkeiten der Vorbeugung. Die ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater handeln somit als Bindeglied zwischen der Polizei und den älteren Menschen, geben Tipps und Erfahrungen für die eigene Sicherheit weiter. Dies kann durch Gespräche mit Freunden, Nachbarn und Bekannten geschehen, aber auch durch Vorträge bei Seniorenveranstaltungen und in Senioreneinrichtungen, bei Vereinen oder durch gezieltes Ansprechen bei beobachtetem Fehlverhalten anderer. Die Seniorensicherheitsberater erreichen die älteren Menschen tatsächlich oft viel eher als die Polizei, denn sie „sprechen die gleiche Sprache“.

Um dem Bedürfnis der Senioren in der Verbandsgemeinde Wörrstadt nach mehr Sicherheit gerecht zu werden, hat die Generationenbeauftragte lange geworben, um Ehrenamtliche zu finden, die sich dieser Aufgabe in der Verbandsgemeinde annehmen. In der vergangenen Woche konnten schließlich erstmals acht Ehrenamtliche in Kooperation mit dem Polizeipräsidium Mainz qualifiziert werden. Die künftigen Berater wurden über aktuelle Themen, wie das Verhalten in Notsituationen, Straßen- und Hauskriminalität und der Absicherung von Wohnungen und Gebäuden umfassend informiert. Jetzt werden sie diese Kenntnisse in ihre Heimatgemeinden tragen und Ansprechpartner für die potentiellen Opfer sein.

Ein wichtiges Ziel der Seniorensicherheitsberater ist, den Senioren dazu zu verhelfen, nicht zu Opfern zu werden, und wenn dies doch eingetreten ist, sie zu ermutigen, den Betrugsfall anzuzeigen, damit nicht noch mehr Senioren in der Umgebung oder in den Nachbargemeinden zu weiteren Betrugsopfern werden. An dieser Stelle agieren die Seniorensicherheitsberater dann als Mittler zwischen den Opfern und Organisationen, wie dem Weißen Ring, der Geschädigten hilft.

Aktuelle Informationen rund um das Thema Sicherheit erwerben die frisch qualifizierten Sicherheitsberater bei ihren zunächst monatlich stattfindenden Arbeitstreffen mit der Generationenbeauftragten. Geplant sind dafür bereits Themen, wie die Sicherheit am Geldautomat, das Online-Banking, die Internetkriminalität sowie technische Sicherheitsmaßnahmen. „Es ist wichtig, sich immer wieder gemeinsam mit den aktuellen kriminellen Entwicklungen und Methoden auseinanderzusetzen. Je besser die Senioren dann über neue Vorgehensweisen der Kriminellen Bescheid wissen, desto leichter ist es für sie, sich gegen Betrugsversuche zu wehren und sich selbst zu schützen“, erläutert Susanne Schwarz-Fenske.
Für weitere Informationen und bei Beratungsbedarf können sich Interessierte an die Generationenbeauftragte der Verbandsgemeinde Wörrstadt, Susanne Schwarz-Fenske, unter der Rufnummer 06732/601209 wenden.