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Gründungsvereinbarung der Abwasserbeseitigung Wöllstein-Wörrstadt AöR (AWW) unterzeichnet 16.11.2021 


Mit ihren Unterschriften vollziehen Gerd Rocker und Markus Conrad die Gründung der gemeinsamen Anstalt des öffentlichen Rechts „Abwasserbeseitigung Wöllstein-Wörrstadt“, kurz AWW.


Gründung der AWW in der Kläranlage Gau-Bickelheim

Gut gelaunt unterzeichneten die beiden Bürgermeister der Verbandsgemeinden Wöllstein und Wörrstadt auf der Kläranlage Gau-Bickelheim die Gründungsvereinbarung sowie die neue Anstaltssatzung. Die AWW wird somit der Rechtsnachfolger der bisherigen Eigenbetriebe Abwasser Wöllstein und Abwasser Wörrstadt und übernimmt mit Gründung zum 01.01.2022 die Aufgabe der Abwasserbeseitigung für beide Verbandsgemeinden.

Geführt wird die neue Anstalt von einem 3-köpfigen Vorstand, der in der Konstituierenden Verwaltungsratssitzung am 11. Januar 2022 gewählt wird, sowie einem 14 Mitglieder umfassenden paritätisch besetzten Verwaltungsrat. Den Vorsitz des Verwaltungsrates haben die beiden Bürgermeister alternierend inne.

Der Zeitraum für die Umsetzung des Vorhabens war ambitioniert. Umso zufriedener zeigten sich alle Beteiligten, dass zwischen Vorberatungen und internen Planungen Anfang 2020 bis zur jetzigen Gründung im November 2021 nur gut 1 ¾ Jahre vergangen sind. „Dies liegt vor allem an der guten Zusammenarbeit der beiden Verbandsgemeinden und den jeweiligen Werkleitungen“, so Gerd Rocker. Er bedankte sich hierfür beim „Werkleiterduo“ Dennis Sartorius und Rudolf Hasselberg vom Eigenbetrieb Abwasser Wörrstadt und bei seinem Werkleiter Hans Ludwig Räuchle. „Wichtig war auch, dass die Verhandlungen immer auf Augenhöhe geführt wurden und keine der Kläranlagen ein ‚Sanierungsfall‘ ist,“ fuhr er fort.

Das AWW-Gebiet umfasst bei der Aufnahme der Geschäfte Anfang nächsten Jahres sechs Kläranlagen mit einem ca. 270 km langen Kanalnetz. Hinzu kommen zahlreiche Sonderbauwerke, wie Regenbauwerke und Pumpstationen.

Durch den Zusammenschluss erhoffen sich alle Beteiligten die Hebung von Synergieeffekten, die sich in Kosten-/ und Steuerersparnissen und in einer wirtschaftlichen und zukunftsfähigen Abwasserentsorgung widerspiegeln sollen.

„Neben diesen, hoffentlich positiven Auswirkungen, haben wir aber noch ein weiteres großes Ziel“, verriet Conrad. „Die beiden Kläranlagen Gau-Bickelheim und Wöllstein sollen spätestens 2025 energieautark sein.“ Dazu erhält die Kläranlage Gau-Bickelheim einen Faulturm und wird damit auf Schlammfaulung umgestellt. Der Kläranlage kommt dabei die Nähe zum fleischverarbeitenden Betrieb Sutter zugute. Von diesem Unternehmen erhält die Kläranlage zusätzlich Abwässer, Klärschlämme und Co-Substrate (Fett), sodass nach Fertigstellung der Baumaßnahmen die erzeugten Klärgasmengen der Kläranlage Gau-Bickelheim bedarfsgerecht in Strom und Wärme umgewandelt und vor Ort verbraucht werden können.

Aber auch die Bürgerinnen und Bürger beider Verbandsgemeinden profitieren von der Zusammenarbeit, wird doch für das neue Gebiet ein einheitliches Entgeltsystem bei gleichbleibender durchschnittlicher Entgeltbelastung eingeführt.